
Wir haben es in Nürtingen konkret in der Hand. Meinen wir es ernst mit weniger Verpackungsmüll in unserer Innenstadt? Meinen wir es ernst damit lokal Einfluss nehmen zu können auf die weltweiten Umweltbelastungen?
Einen Beitrag hierzu kann die Verpackungssteuer leisten.
Natürlich wäre eine deutschlandweite oder noch besser eine europäische oder gar weltweite Verpflichtung zur Verpackungssteuer gerechter, als etwas, das nur in Nürtingen wirkt. Aber das ist bei vielen Dingen so – und gerade deshalb dürfen wir uns nicht einfach pauschal dadurch entlasten. Wir haben ein Instrument in der Hand, das wirken wird, wie sich in Tübingen zeigt. Es ist keine zusätzliche Belastung für den Endkunden: Man muss es ja nicht kaufen, Mehrweg ist möglich. Es ist keine ungebührliche Belastung für die Unternehmen: Sie sparen sich damit jede Menge Einwegeinkäufe. Es ist keine ungebührliche Mehrbelastung für die Stadt, in Tübingen sind es Mehreinnahmen von 600.000 €. Und sie erhält Gegeneinnahmen für ihre erheblichen Kosten der Müllentsorgung, die sie nebenbei für Private vornimmt. Es hat eine Wirkung, wie in Tübingen eindrucksvoll gezeigt wird. Aus Nürtinger Sicht ist dies nach der Stadtputzete von OB Fridrich und den bisher mäßig erfolgreichen eigenständigen Mehrwegkampagnen der folgerichtige nächste Schritt.
Was erreichen wir mit der Verpackungssteuer?
- Wir reduzieren den sichtbaren Einweg-Verpackungsmüll
- Wir fördern Mehrwegverpackungen, denn der Großteil der Menschen will sich gerade diese Mehrkosten sparen
- Wir ersparen Betrieben, auch denjenigen, die gerne Mehrweg anbieten, den zusätzlichen Aufwand dauerhaft mehr Verpackungen beschaffen zu müssen