Umgehende Ausschreibung einer Stelle für eine/n Integrations- und Inklusionsbeauftragte/n

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Heirich,

seit Monaten ist die Stelle des Integrations- und Inklusionsbeauftragten der Stadt Nürtingen aus Krankheitsgründen vakant. Ein kleiner Teil seiner Aufgaben konnte in dieser Zeit von anderen Mitarbeiterinnen/ Mitarbeitern übernommen werden. Durch die Kündigung einer dieser Mitarbeiterinnen hat sich die Situation in diesem wichtigen Aufgabenbereich erneut verschärft.

Wie stellt sich die aktuelle Situation dar ? Der Integrations-und Inklusionsbeauftragte hat u. a. die Verantwortung für die Umsetzung von zwei Aufgabenschwerpunkten: Zum einen für das von einer Arbeitsgruppe erarbeitete und vom Gemeinderat genehmigte Handlungskonzept zum Thema Inklusion. Hier ging und geht es darum für den Gedanken der Inklusion Öffentlichkeitsarbeit zu machen und zu werben, eine Maßnahme die angesichts des bestehenden allgemeinen Informationsdefizits schon vor Monaten hätte starten müssen.

Zum anderen ist der Integrations- und Inklusionsbeauftragte Ansprechpartner der Flüchtlinge, die in den einzelnen Unterkünften der Stadt leben und – vor allem aber – der hier ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger. Gerade Letztere brauchen einen jederzeit erreichbaren kompetenten Begleiter und Unterstützung ihrer Arbeit.

Wir können nicht von einer „Willkommenskultur“ in Nürtingen sprechen, wenn wir freiwillige Helfer und Betroffene mit ihren Problemen allein lassen und auf massive Personalengpässe nicht reagieren.

Aus diesen Gründen beantragen wir die umgehende Ausschreibung der Stelle eines Ingegrations- und Inklusionsbeauftragten um den vorhandenen Mangel nicht endlos fortschreiben zu müssen. Wir sind überzeugt, dass aufgrund des klaren Aufgaben-profils diese Ausschreibung auch ohne Personalgesamtkonzeption für das BiSoFa, das uns in den nächsten Wochen vorgelegt werden soll, möglich ist.

Dieser Antrag soll noch in der Sitzung des Gemeinderats am 20. Mai 2014 beraten und beschlossen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Gez. Bärbel Kehl-Maurer