Mörike-Schule und MPG besucht

Interessante Einblicke in das Schulleben – SPD-Bildungspolitiker Fulst-Blei besuchte Mörike-Schule und MPG: Zwei Nürtinger Schulen, zwei Welten. Im Rahmen seiner Tour durchs Ländle besuchte der bildungspolitischer der SPD-Fraktion im Stuttgarter Landtag, Dr. Stefan Fulst-Blei, die Mörike-Schule und das Max-Planck-Gymnasium. Die gewonnenen Erfahrungen konnten unterschiedlicher kaum sein.

Da ist die Mörike-Werkrealschule, in der die Arbeit mit den Eltern und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch Sozialarbeiter eine große Rolle spielen. Die Schule habe, so Rektorin Viola Berlin , eine spezielle Willkommenskultur entwickelt. Das war nötig, weil die Schüler aus ganz unterschiedlichen Elternhäusern kommen. Nicht nur Eltern, die Flüchtlinge sind, sondern auch Eltern aus EU-Staaten haben Probleme. Ein Dolmetscherpool (in Kooperation mit dem Integrationsbüro), ein Elterncafé, ein Kochkurs mit Eltern, Lehrern und Schüler oder Deutschkurse für Frauen, um nur ein paar „Formate“ zu nennen, tragen dazu bei, dass die Eltern sich angenommen fühlen.

Beeindruckt war Fulst-Blei auch von der hellen und freundlichen Atmosphäre der Schule; der Anbau mit Mensa und Aufenthaltsräumen trägt wesentlich zu diesem Gesamteindruck bei. Das färbt wohl auch auf das Verhalten der Schüler ab, die sich höflich und freundlich gezeigt haben. Kai Berger berichtete über die vielfältigen Aufgaben des Schulsozialarbeiter-Teams. Auch für die Schüler, die in den Vorbereitungsklassen unterrichtet werden, sind sie wichtige Ansprechpartner. Besonders für die Kinder, die durch den Krieg und die Flucht traumatisiert sind.

Im Max-Planck-Gymnasium drehten sich die Gespräche um andere Themen. Schulleiterin Petra Notz hat Schwierigkeiten mit der Personaldecke der Schule. Das gilt nicht nur für den stundenplanmäßigen Unterricht, in besondere Weise aber für Unvorhergesehenes wie Krankheit oder Schwangerschaften. Es gibt auch keinen Ersatz bei Lehrprüfungen an anderen Schulen und keinen Ausgleich für zusätzliches Engagement z.B. bei Schullandheimaufenthalten oder Verwaltungstätigkeiten. Wünsche der Schulleiterin an den Bildungspolitiker: mehr Entlastungsstunden, mehr Personal, z.B. einen Verwaltungsassistenten, da eine umfangsreichere Selbstverwaltung der Schulen mehr personelle Ressourcen erfordere.

Wichtig ist dem MPG auch die Ausstattung der Schule mit modernen Medien – Stichwort Digitalisierung. Hier hinkt die Schule vor allem in den älteren Gebäudeteilen noch etwas hinterher. Mehr Mittel bräuchte man auch für den Ganztagesbetrieb in der Mensa, und die alte Sporthalle mit ungenügender Ausleuchtung müsste dringend durch eine neue ersetzt werden. Diskutiert wurden auch die Differenzierungsmöglichkeiten für den vom Ministerium geforderten Unterricht in Klasse 10; eine eigentlich gute Idee wird jedoch durch Stundenplanprobleme und Schwierigkeiten bei der inhaltlichen Absprache erschwert. Eine individuelle Förderung der Schüler wäre erfolgreicher.

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