Das „Ei der Heckschnärre“ 2019 verleiht die Nürtinger SPD Andreas MAyer-Brennenstuhl. Nürtingens Kulturszene wäre wesentlich ärmer, hätte sich nicht Andreas Mayer-Brennenstuhl immer wieder, durch die Jahrzehnte hindurch, für verschiedene Kulturprojekte eingesetzt bzw. sie erst initiiert. Er hat das – und deshalb gebührt ihm das Recht, das Ei der Heckschnärre auszubrüten – meist gegen erhebliche Widerstände getan. Manchmal erfolgreich über längere Zeit, manchmal aber blockiert durch die „Blockadehaltung einer bestimmten Ecke im Gemeinderat“, die für Kunst, insbesondere für Kunst, die sich kritisch mit vorhandenen gesellschaftspolitischen Erscheinungen auseinandersetzt, nichts übrig hat. „Wenn es schließlich ums Geld ging,“ so Mayer-Brennenstuhl im Rückblick, „ist die Stadt ausgestiegen.“ Und ohne Geld geht’s eben manchmal nicht…

Da ist zum Beispiel zu nennen die Lichtinstallation auf dem alten E-Werk am Neckar, die seit Jahren in einer Ecke neben dem Parkhaus Stadtmitte vor sich hinschlummert. Da ist das Kulturprojekt „Provi“, das durch den Einsatz von Mayer-Brennenstuhl gerettet werden konnte, oder der Nürtinger „Kultursommer“, dem die Gemeinderatsmehrheit den Geldhahn abdrehte. Da ist zu nennen die Aktion „Nürtingen ist bunt“, die Andreas Mayer-Brennenstuhl binnen einer Woche ins Leben rufen konnte, um der AfD, die ihren Parteitag in der Stadthalle abhielt, etwas entgegenzusetzen – und ein voller Erfolg wurde. Oder seine neue Aktion „Neuropa“, die die wirtschaftliche Einheit Europas weiterdenkt und als Ziel eine „Republik Europa“ mit entscheidungsfähigem Europaparlament und einer europäischen Regierung anstrebt.

Und gegen Stuttgart 21 hat er auch Akzente gesetzt durch ein großes Diskussionszelt, das eineinhalb Jahre auf dem Stuttgarter Schlossplatz eine Bühne für den Austausch der Argumente gab.

Am Aschermittwoch 2019, am 6. März, verleiht die Nürtinger SPD Andreas Mayer-Brennenstuhl das „Ei der Heckschnärre“. (Kreuzkirche Nürtingen, 19 Uhr)